DIE KAFFEE RÖSTUNG

DIE KAFFEE RÖSTUNG

DIE KAFFEE RÖSTUNG
Die Röstung von Kaffee ist der wohl wichtigste Schritt und entscheidet nicht nur über die endgültige Qualität des Kaffees, sondern auch über dessen Geschmack. Um sich einen „Bio-Kaffee“ zu nennen, müssen zwar keinerlei Vorgaben in Bezug auf die Röstung berücksichtigt werden, dies wäre jedoch im Interesse der Umwelt und der Konsumenten empfehlenswert.

Da die Dauer und Temperatur der Röstung die Hauptkomponenten des Vorgangs sind, sollten diese äußerst bedacht festgelegt werden. Hier gilt, je ruhiger desto besser. Eine lange und schonende Röstung ist weitaus empfehlenswerter als eine schnelle bei hohen Temperaturen.

Und auch die Röstmaschinen benötigen Energie, um zu laufen. Auch hier gilt: umso umweltschonender, desto besser. Daher wird empfohlen mit erneuerbaren Energiequellen zu arbeiten und auf die Wiederverwertung von Materialien zu setzen.

Langzeitschonendes Röstverfahren
Bei unserem Röstungsprozess wenden wir das Langzeitschonverfahren an. Damit veredeln wir jede einzelne Kaffeebohne zu einer wahren Geschmackskönigin.

Das Rösten ist der letzte wichtige Schritt zur Veredelung der Kaffeebohnen. Eine Kaffeebohne besteht aus circa 350.000 Zellen. Durch Hitzezufuhr beim Rösten werden komplexe chemische Reaktionen in Gang gesetzt, bei denen sich in jeder einzelnen Zelle bis zu 80 Aromen bilden. Röstkaffee ist damit eines der aromatischsten Lebensmittel überhaupt und weist bedeutend mehr Aromastoffe auf als Wein.

Zum Vergleich: Fabrikkaffee wird aus Preisgründen im Heißluftverfahren für 2-5 Minuten bei bis zu 800⁰C schockgeröstet. Bis zu einer halben Tonne Kaffee kann in riesigen Anlagen auf einmal geröstet werden. Wegen der kurzen Röstzeit und der extremen Hitze können die Bohnen jedoch nicht besonders gleichmäßig geröstet werden. Das heißt, außen sind die Bohnen teilweise schon leicht verkohlt, während sie im Inneren noch unterentwickelt sind.

Nun ist Kaffee der Kern einer Kirsche. Die im Kaffee enthaltenen, aggressiven Fruchtsäuren (Chlorogensäuren) werden erst im Laufe der Röstzeit nach und nach abgebaut. Bei der sehr kurzen und heißen industriellen Röstung verbleiben die Chlorogensäuren noch zu einem Großteil in den Kaffeebohnen. Dies führt zu Reizungen der Magenschleimhaut und hat auch auf den Geschmack einen negativen Einfluss.

Das Trommelröstverfahren hingegen macht Kaffee maximal magenfreundlich und bekömmlich. Je nach Größe des Rösters werden zwischen 5 und 25 Kilogramm Kaffee in einer sich drehenden Rösttrommel von mindestens 20-30 Minuten schonend bei „angenehmen“ 200⁰C geröstet. Erst jetzt verändert sich Zellstruktur des Samens der Kaffeepflanze. Die Hitze wird dabei indirekt mit der von außen beheizten Trommel und der aufgeheizten Luft an den Kaffee herangetragen. Nach Beendigung des Röstvorgangs muss der Kaffee abgekühlt werden, damit er nicht weiter röstet. Dies geschieht unter Kaltluftzufuhr auf Kühlsieben und gänzlich ohne Wasser – wie es etwa bei der industriellen Röstung der Fall ist.

So landet der pure Genuss des Kaffees in Ihrer Tasse.