BIO-QUALITÄT

BIO-QUALITÄT

BIO- QUALİTÄT
Immer mehr Menschen konsumieren bewusster als früher, legen Wert auf biologische und möglichst unverarbeitete Lebensmittel und wollen verantwortungsbewusst einkaufen. Auch bei der morgendlichen Tasse Kaffee lassen sich viele Verbraucher gern auf Bio Kaffee ein.
Bio Kaffee ist und schmeckt tatsächlich besser!

Anbau
Im Unterschied zu konventionellem Kaffee wird Bio Kaffee nicht in strenger Monokultur, sondern in Mischkulturen angebaut. Auf solchen Plantagen wachsen nicht nur Kaffeebäume, sondern auch andere Pflanzen wie zum Beispiel Kakao, Zuckerrohr, Bananen und Kokospalmen. Kaffeebauern sprechen in dem Zusammenhang von „Schattenbäumen“, die die empfindlichen Kaffeepflanzen mit Ihrer Höhe und dem dichteren Blätterdach vor der prallen Sonne schützen. Monokulturen verursachen Artensterben und Wasserknappheit. Die Kaffeepflanzen mögen es weder zu heiß, noch zu kalt, können stärkere Temperaturschwankungen nicht ausstehen, wollen es feucht aber nicht zu niederschlagsreich haben.

Gerade der Hochland Kaffee in Form von Arabica ist in dieser Hinsicht eher sensibel. Vor 100 Jahren war es gang und gäbe, Kaffeebäume und Schattenbäume zusammen zu kultivieren. Heute ist diese Praxis auf großen Kaffeeplantagen eher eine Seltenheit: Schattenbäume werden unpraktisch, sobald sie den Erntemaschinen im Weg stehen und die Arbeit behindern. Mischkulturen sorgen für gutes Klima und besseren Boden. Beim Anbau von Bio Kaffee spielen Mischkulturen von Kaffeepflanzen und Schattenbäumen immer eine große Rolle. Meist werden dazu Avocado-, Grapefruit- oder Bananenbäume neben Kaffeebäumen angepflanzt; zum Einsatz kommen aber auch Kokospalmen, Papaya-, Ananas- oder Eukalyptuspflanzen.

Ernte
Stripping: Maschinelle Ernte beim konventionellen Kaffeeanbau

Im konventionellen Kaffeeanbau geht es um Effizienz: Mehr und mehr kommen Erntemaschinen zum Einsatz, um in kürzester Zeit die Kaffeekirschen von den Sträuchern abzugreifen. Die Maschinen mit den rotierenden Büsten holen alles vom Kaffeebaum herunter: Die Blätter und jede einzelne Kaffeekirsche, egal wie es um ihren Reifegrad bestellt ist. Dementsprechend können sich unreife Früchte unter der Ernte befinden.

Bio Kaffee wird hingegen per Hand geerntet, da beim ökologischen Anbau auf industrielle Erntemethoden verzichtet wird. Beim sogenannten „Picking“ können sich die Kaffeebauern per Hand die besten bzw. tatsächlich reifen Kaffeekirschen heraussuchen und pflücken sie direkt vom Baum. Insgesamt werden beim Picking die Kaffeepflanzen viel weniger beschädigt als beim maschinellen Stripping: Es ist nachhaltiger, umweltschonender und garantiert bessere Qualität. Bio Kaffee ist und schmeckt tatsächlich besser!

LANGZEITSCHONENDES RÖSTVERFAHREN
Bei unserem Röstungsprozess wenden wir das Langzeitschonverfahren an. Damit veredeln wir jede einzelne Kaffeebohne zu einer wahren Geschmackskönigin.

Das Rösten ist der letzte wichtige Schritt zur Veredelung der Kaffeebohnen. Eine Kaffeebohne besteht aus circa 350.000 Zellen. Durch Hitzezufuhr beim Rösten werden komplexe chemische Reaktionen in Gang gesetzt, bei denen sich in jeder einzelnen Zelle bis zu 80 Aromen bilden. Röstkaffee ist damit eines der aromatischsten Lebensmittel überhaupt und weist bedeutend mehr Aromastoffe auf als Wein.

Zum Vergleich: Fabrikkaffee wird aus Preisgründen im Heißluftverfahren für 2-5 Minuten bei bis zu 800⁰C schockgeröstet. Bis zu einer halben Tonne Kaffee kann in riesigen Anlagen auf einmal geröstet werden. Wegen der kurzen Röstzeit und der extremen Hitze können die Bohnen jedoch nicht besonders gleichmäßig geröstet werden. Das heißt, außen sind die Bohnen teilweise schon leicht verkohlt, während sie im Inneren noch unterentwickelt sind.

Nun ist Kaffee der Kern einer Kirsche. Die im Kaffee enthaltenen, aggressiven Fruchtsäuren (Chlorogensäuren) werden erst im Laufe der Röstzeit nach und nach abgebaut. Bei der sehr kurzen und heißen industriellen Röstung verbleiben die Chlorogensäuren noch zu einem Großteil in den Kaffeebohnen. Dies führt zu Reizungen der Magenschleimhaut und hat auch auf den Geschmack einen negativen Einfluss.

Das Trommelröstverfahren hingegen macht Kaffee maximal magenfreundlich und bekömmlich. Je nach Größe des Rösters werden zwischen 5 und 25 Kilogramm Kaffee in einer sich drehenden Rösttrommel von mindestens 20-30 Minuten schonend bei „angenehmen“ 200⁰C geröstet. Erst jetzt verändert sich Zellstruktur des Samens der Kaffeepflanze. Die Hitze wird dabei indirekt mit der von außen beheizten Trommel und der aufgeheizten Luft an den Kaffee herangetragen. Nach Beendigung des Röstvorgangs muss der Kaffee abgekühlt werden, damit er nicht weiter röstet. Dies geschieht unter Kaltluftzufuhr auf Kühlsieben und gänzlich ohne Wasser – wie es etwa bei der industriellen Röstung der Fall ist.

So landet der pure Genuss des Kaffees in Ihrer Tasse.